FOKUS.Reihe Resilienz
New Ratio
New Ratio ist ein Ensemble, das musikalische Möglichkeiten und Grenzen einer Konstellation aus Mensch und Maschine auslotet. In der Performance lassen vier von einem Roboter dirigierte Gitarrist*innen, und vier robotisierte, selbstspielende Gitarren durch Improvisation und algorithmische Steuerung eine kontemplative Mischung aus Soundscapes, Ambient und Minimal Music entstehen. Für das Publikum soll dabei den Prozess eines selbstregulierenden Systems erfahrbar werden.
Der Name des Projekts ist angelehnt an den „Ratio Club“, ein britischer Dining Club aus den 1950er Jahren, in dem sich Psychologen, Ingenieure und Mathematiker über Kybernetik austauschten.
New Ratio ist das erste von vier Konzerten der diesjährigen Reihe des FOKUS e.V., welche sich mit unterschiedlichen Ansätzen dem Thema „Resilienz“ widmet.
Künstler*innen: Anne Munka – Gitarre, Jordan White – Gitarre, Henny Herz – Gitarre, Markus Rom – Gitarre, Konzept
30.05.2026 KUB Leipzig
31.05.2026 Oma Weimar
Noise and Displacement
Das E-Trio Pony Says aus Stuttgart steht in seiner Besetzung mit E-Gitarre, E-Piano und E-Drumset einer klassischen Band näher als einem Ensemble für zeitgenössische Musik. In ihrem Konzert zur Reihe untersuchen sie Klang als beherrschendes Medium eines Raums. NUT | LAC-5 von Maximilian Marcoll entwickelt seine Intensität aus einer radikalen Beschränkung des Materials. Sehr langsam fließende Klangströme werden durch sich wiederum langsam verändernde, bohrende Pulse gebrochen. Ein kontinuierlicher Drone verschmilzt früher oder später mit seiner Umgebung, durchgehende Beats führen zu sozialer Synchronisation. In starkem Kontrast dazu steht negative space A von Yiran Zhao. Abgeleitet von einer klassischen chinesischen Kunsttechnik nutzt das Stück aktive und passiv klingende Formteile. Es wechselt schnell zwischen bewegten und stillen Momenten und erreicht dadurch eine nuancierte Klangsprache. Von Damian Ibn Salem ist eine Uraufführung zu erleben.
Künstler*innen: Ensemble: Pony Says (Lucas Gerin, Felix Nagl, Thilo Ruck), Maximilan Marcoll, Damian Ibn Salem
18.09.2026 Kulturnhalle Leipzig
NN
O SOLITUDE
Das Projekt „O Solitude“ des Ensembles Morphesk widmet sich dem Thema Einsamkeit in seinen vielen Facetten. Das Konzept betrachtet das sehr menschliche und zugleich brandaktuelle Thema in einem wirkungsvollen Zusammenspiel von Musik und Text durch die verschiedenen Blickwinkel von Kultur, Gesellschaft, Philosophie und Psychologie. Zu hören sind Originalwerke, Arrangements und Improvisationen für Streichquartett und Stimme aus Mittelalter, Barock, Romantik und (Post-)Moderne. Zitate und kurze Texte zum Thema Einsamkeit aus Prosa, Lyrik und Sachliteratur verbinden das Programm. Durch interaktive Elemente wird auch das Publikum in die Gestaltung des Abends eingebunden. „O Solitude“ bildet einen Teil der aktuellen Konzertreihe des FOKUS e.V. zum Thema Resilienz.
Künstler*innen: Teresa Allgaier, Franziska Hiller, Viola Wasser, Sophia Rasche (Konzept), Franziska Ludwig (Konzept),
07.11.2026 Kulturnhalle Leipzig
08.11.2026 Villa Lebensgrund Mylau
FEEL…
In diesem Konzert Projekt geht es darum das Prinzip von Deep Listening® zu erweitern.
Somit beschäftigt sich das Programm mit dem Deep Listening auf einer anderen Ebene und richtet sich auch an Hörgeschädigte und Gehörlose Menschen. Das von Pauline Oliveros entwickelte Konzept unterstützt das Zuhören und somit das Hören aber Oliveros hat selber behauptet, dass es auch nicht unbedingt nur mit Gehör zu tun hat. Für Menschen mit Gehör ist es leicht überfordert zu sein in der heutigen Welt. Laute Geräusche, konstantes Streaming von Audio, Nachrichten und Ansagen am Bahnhof. Die visuelle Welt ist auch überfordernd und für Hörende und Sehende Menschen ist das manchmal wirklich viel, was man täglich mitmacht. Deep Listening gibt uns die Chance, dem Körper zuzuhören und das ist nicht nur reines „hören“, sondern spüren und fühlen. Deep Listening wird zu Inklusion. In solchen Zeiten wie jetzt merken wir, wie schwer das ist mit den Ereignissen in der Welt- und der Lokalpolitik, das Leben und den Alltag zu meistern. Viele sind von Nachrichten überfordert – Krieg und Terror begleitet den Alltag, auch von weit weg. Das Gefühl von Nutzlosigkeit oder Aufgeben ist oft da, gekoppelt mit dem Wünsch aktiv zu sein. Wir gehen auf Demos, unterschreiben Petitionen und besprechen die Weltlage in unserer Community. Um diese Stärke und Präsenz kontinuierlich aufzubauen brauchen wir als Community und als Individuen Ruhe und Fokus. Dieses Konzert Performance bietet diesen Raum an, Kraft zu tanken, dem Körper zuzuhören und somit den Geist zu stärken.
Künstler*innen: Babett Niclas, Robert Lucaciu, Max Andrzejewski, Damian Ibn Salem, Neasa Ní Bhriain (Konzept)
04.12.2026 Kulturnhalle Leipzig
05.12.2026 NN